Spiegel

Projektor, Projektion und Projektionsfläche sind mehrere Abschnitte eines Wesens. Wir leben nicht in einer festen, vorherbestimmten Welt. Wir sehen die Welt hin und interpretieren sie dann. Siehst du dir ein Paradies, so wirst du in diesem leben. Welt ist primär Vorstellung und sekundär die Interpretation des Hingesehenen. Je klarer die Vorstellung, desto klarer das Ergebnis.

2 Boxen

Ich habe vor 7 Jahren diese Arbeit verwirklicht, die ich erst heute wirklich verstehe. Diese beiden Boxen sind gedacht als Beobachtungskästen für Ausstellungen. Sie regen an, sich aus der Ausstellungssituation zurückzuziehen und sie relativ ungestört beobachten zu können und dennoch Teil des Geschehens zu sein. Sie können aber auch als Reflektion über unsere Wahrnehmung gelesen werden. read more…

Persönliche Bildbetrachtung

Erstbesteigungen wurden gemacht, ohne den Weg zu kennen. Es gab noch gar nichts, was man Weg hätte nennen können. Die reine Vorstellungskraft, dass es machbar ist, hat Menschen losgehen lassen. Sie hatten nur sich und ihre Vision. Niemand konnte sagen, ob es klappt oder nicht, weil noch niemand diesen Weg vorher gegangen ist. Die Angst zu scheitern, lässt viele Menschen erst gar nicht losgehen. Es ist auch gefährlich, denn wir können jede Menge verlieren. Wenn nicht das eigene Leben, dann immerhin das eigene Selbstbild, oder den Krempel, den wir so mühsam angehäuft haben. read more…

Formwille

In der westlichen Kultur besteht meiner Ansicht nach ein mangelnder Formwille, ein mangelnder Wunsch zu sterben, sich dem Leben zu übergeben, sogar eine Verachtung dem Tod gegenüber. Das nicht loslassen können macht uns krank, im persönlichen, wie im gesellschaftlichen. Ein System, das sich mit aller Gewalt am Leben (fest)hält, ist krank, und braucht ein Gesundheitssystem. Eine gesunde Gesellschaft wäre dessen ja nicht bedürftig. Ein Gesundheitssystem in dem sich die Erhaltung der Krankheit widerspiegelt.

Identität

Identität ist maximal immer nur etwas zeitlich beschränktes und deren Scheitern eine neue Freiheit für uns. Fortschritt geht nie mit dem Verlust von Identität einher, außer man legt die Identität auf etwas Verschwindendes. Und selbst daraus kann Neues erwachsen. Ist Wandel, und damit Entstehung und Auflösung, Geburt und Tod, bereits Teil meiner Identität, entsteht Rhythmus. Rhythmus ist Leben. Es ist ganz natürlich, dass wir uns während unserer Lebensspanne, ob als Inidividuum oder Gesellschaft, mehrere Identitäten zulegen, aufbauen, erleben und sie ablegen. read more…